Treppeneffekte bei Videokassetten reduzieren

Treppeneffekte bei alten Videokassetten kann man korrigieren, jedoch nur mit deutlichem Mehraufwand. Der Ursprung der Treppeneffekte stammt vom alten Zeilensprungverfahren. Die alten Videokassetten wie VHS, Video8 oder MiniDV wurden mit zwei Halbbildern aufgezeichnet und nicht wie heute mit Vollbildern progressiv. Damit alte Videokassetten auch heutzutage ohne Probleme auf sämtlichen neuen Medien abgespielt werden können, ist eine Konvertierung der Halbbilder in Vollbilder zwingend notwendig. Das Deinterlacing und reduzieren der Treppeneffekte kann entweder beim Digitalisieren mit professionellen Analog-Digital-Wandlern in Echtzeit vorgenommen werden oder im Nachhinein mit sogenannten Video-Enhancern wie Topaz Video AI oder speziellen Tools wie Hybrid. Beide Varianten haben jedoch einen grossen Nachteil, sie benötigen noch mehr Rechenzeit. Diese Treppeneffekte treten jedoch nicht ständig auf und beschränken sich meistens und je nach Kamera auf wenige Ausschnitte. 


Zum Vergleich: Meine schnellsten Rechner benötigen, um 1 Stunde Video nach der Digitalisierung mit KI zu verbessern und das Deinterlacing vorzunehmen, ohne die Treppeneffekte zu entfernen bereits 20 Minuten. Würde ich die Treppeneffekte auch noch entfernen, würde sich die Bearbeitungszeit verdreifachen. Das ist auch der Grund, weshalb nur wenige Anbieter die Treppeneffekte korrigieren, der normale Standard ist nach wie vor eine einfache Überspielung mit marginalen, unbedeutenden Korrekturen auf Video-DVD oder direkt in ein stark komprimiertes MP4. Korrekturen wie KI-Optimierung, Upscale in Full HD oder das manuelle Entfernen von Störungen und Unterbrüchen, wie ich sie standardmässig vornehme, sind eher selten. Bei vielen Billiganbietern und Testsiegern, welche mit "selbst entwickelter Technik" digitalisieren, können Sie froh sein, wenn die Qualität annähernd trotz Korrekturen wie KI oder Upscale an die der Originalkassette herankommt.

Woran Sie Treppeneffekte erkennen

Nachfolgend sehen Sie drei Beispiele als MP4. Die Aufnahmen stammen von einer normalen Video8-Kamera und zeigen die typischen Treppeneffekte. Sie können die MP4 gerne unter diesem Link herunterladen oder direkt anschauen. Für eine perfekte Darstellung und eine objektive Beurteilung kopieren Sie die MP4 auf einen USB-Stick und vergleichen alles auf dem grossen Smart-TV. Am PC und Mac werden die Filme mit den nachfolgenden Playern teilweise zu stark vergrössert, am iPad oder Smartphone hingegen im korrektem 4:3 Format.

Mit Treppeneffekt

Standard Digitalisierung in 720 x 576 mit Treppeneffekt. Die Treppeneffekte sehen Sie bei den Gelländern oder der Neonröhre ganz zum Schluss.

Ohne Treppeneffekt

Hier wurden die Treppeneffekte bereits mit einem der neuesten Analog-Digital-Wandler bei der Digitalisierung in Full HD 1920 x 1080 50i stark reduziert.  

Ohne Treppeneffekt plus KI

Und hier noch eine Version inklusive KI-Optimierung. Sollten Sie an dieser Digitalisierung direkt in Full HD interessiert sein, berate ich Sie gerne.

Videokassetten direkt in Full HD digitalisieren

Die Treppeneffekte sind glücklicherweise nicht bei allen Videokassetten gleich stark ausgeprägt, es hängt auch von der Qualität der damaligen Videokamera ab. Die meisten Kunden nehmen es daher auch nicht als störend wahr. Wenn Sie jedoch das Nonplusultra wünschen und möglichst wenig Treppeneffekte, kann ich Ihnen mit meinen brandneuen Analog-Digital-Wandlern schon bei der Digitalisierung in ein Full HD 1920 x 1080 50i die Treppeneffekte reduzieren. Der Vorteil, das Bild wirkt dadurch nochmals ruhiger und weicher. Da sich hierbei aber die Datenmenge je nach Codec auf 40 bis 60 Gigabyte pro Stunde Video und der Aufwand von 90 auf 130 Minuten erhöht, ist dies bei mir nicht im Preis inbegriffen. Genau aus diesem Grund erhalten alle meine Kunden immer das Original als Grass Valley HQ-AVI oder das Apple ProRes und können so auch zu einem späteren Zeitpunkt die Korrekturen mit Topaz oder Hybrid selber vornehmen.